Anfängerschulung auf Langes Warder

Jedes Jahr in der ersten Sommerferienwoche findet auf Langes Warder unsere Anfängerschulung statt. Langes Warder ist eine Insel im Plöner See, die teilweise unter Naturschutz steht.
Dort lernen unsere Neuzugänge, wie man sicher und richtig paddelt. Neben den Paddeltechniken lernen unsere Jugendlichen auch, wie man respektvoll mit der Natur umgeht und sich selbst zu versorgen.
Jeden Morgen nach dem Frühstück findet unser Kentertraining statt, bei dem man richtig Ein- und Aussteigen, Kentern, Paddelstütze, V-Einstieg und All-In lernt. Die Fortgeschrittenen können zusätzlich noch die Eskimorolle erlernen.
Anschließend fahren wir unsere Tagestouren, die mit jedem Tag etwas länger werden.
Am Samstag ist der Elternbesuchstag, bei dem die Jugendlichen ihrer Familie zeigen können was sie die Woche über gelernt haben.
Den Sonntag geht es dann im Boot zurück von Langes Warder nach Kiel.

 

Anfängerschulung auf Langes Warder 2013

Wie jedes Jahr ist die Jugendgruppe des Kieler Kanu-Klubs in der ersten Woche der Sommerferien auf die Insel Langes Warder im Plöner See gefahren. Die Leiter trafen sich morgens bei Kevin, um von dort mit dem Großteil der Boote nach Spitzenort, dem Einsatzcampingplatz, zu fahren. Dort angekommen fiel uns allen ein Stein vom Herzen, da die angekündigten starken Regenfälle vorerst aus blieben. So konnten wir problemlos den Kanadier beladen, um so unser Gepäck trocken nach Langes Warder zu bringen. Doch zu unserem großen Bedauern blieb das gute Wetter allenfalls ein bis zwei Stunden. Als Kevin losfuhr, um die Kinder am Rondeel in Empfang zu nehmen, fing es plötzlich an, ununterbrochen zu regnen. Doch das änderte zum Glück, sowohl bei der Anreise, als auch im Verlauf der Woche, nichts an der guten Laune der Jugendlichen. Glücklicherweise legte sich der Regen als wir zum zweiten Mal in Spitzenort ankamen für kurze Zeit und wir konnten fix das Gepäck der Kinder auf die etwa 2 km entfernte Insel bringen. Das Aufbauen ging schnell und einfach von Statten und so konnten wir den ersten Abend mit ein paar wichtigen Instruktionen einläuten. Am Montag stand dann das erste Kentertraining an. Doch merkwürdigerweise wurde einigen, vor allem den Leitern, erst kurz vor dem Start klar, dass man dafür ja ins Wasser muss...und das Wasser war KALT!!! Nach dem Kentertraining ging es nach Plön zum Einkaufen. Abends wurde dann, für einige zum ersten Mal, gekocht. Die folgenden Tage verliefen wie der Montag: Wasser: kalt, Luft: kalt, Wind: kalt, Stimmung: SUPER! Am Mittwoch wollten wir wieder nach Plön, doch der Wind war so stark, dass es uns kaum möglich war heil anzukommen. Doch da wir, aufgrund des bevorstehenden Grillabends, nach Plön mussten, entschieden wir, die Gruppe zu teilen. Die Erfahrenen fuhren durch den Wind und die weniger Erfahrenen fuhren durch den Windschatten um die Prinzeninsel herum. Am Durchstich trafen wir uns, um von dort die restliche Strecke nach Plön zu laufen. Dort angekommen stellten wir fest, dass unsere schlauen Jugendleiterhirne sich wieder einmal bestätigt fühlen konnten, denn für zwei der „Erfahrenen“ Paddler waren die Wellen doch etwas zu stark, woraufhin sie prompt gekentert sind. (ich möchte an dieser Stelle zum Schutz der Betroffenen keine Namen nennen. Sie mögen es doch das nächste Mal bitte unterlassen!) Doch Dank unseres guten Kentertrainings haben sie es per V-Einstieg schnell geschafft wieder ins Boot zu kommen. Wieder auf Langes Warder angekommen, haben wir gegrillt und eine kleine „Bravo – Aufklärungs - Vorleserunde“ von Lennard (s.o.) erhalten. Am Donnerstag war das Wetter leider noch schlechter und wir mussten die geplante Tour nach Bosau absagen. Stattdessen haben wir uns mit diversen Landspielen wie „Hip – Hop“, „Balltransport“ oder einem Tick- und Schatz-Klauspiel bei Laune, und vor allem warm gehalten. Am Abend wurde selbst gemachte Pizza auf einem Gaskocher angefertigt, was uns allen geschmeckt hat. Am Freitag sollte es eigentlich nach Malente gehen. Doch da auch hier das Wetter nicht optimal war, wurde kurzerhand eine Alternativroute ausgetüftelt. Am Abend wurden die Zelte ordentlich aufgeräumt, da am nächsten Tag die Eltern kamen. Doch zunächst stand am Samstag eine Rallye in Plön an. Dort angekommen wurde sich erst einmal fleißig mit Farbe bemalt woraufhin die Spiele beginnen konnten. Wie zu erwarten war, bekam das Wetter auch dieses mal eine glatte 5, was Spiele wie „Kleiderkette“, bei dem es darum geht sich möglichst viele Klamotten auszuziehen und aneinander zu reihen, wenig ertragreich machte. Wieder auf Langeswarder angekommen musste ein Teil direkt wieder los, um die wartenden Eltern abzuholen. Diese hatten, wie erhofft, das „Eintrittsgeld“ in Form von Essen dabei, was uns alle sehr motivierte, das gelernte von einer Woche Kentertraining vorzuführen Als die Eltern weg waren, wurden die Gewinner der Rallye ermittelt. Da wir in Plön einen Gleichstand hatten musste ein Entscheidungsspiel, in Form von „Schere Stein Papier“ her. Am Sonntag auf der Rückfahrt startete der Tag mit einer Premiere. Ich durfte zum ersten Mal die Frage in die Runde rufen „Hat sich jeder mit Sonnenmilch eingecremt?“ ohne, dass diese mit „ Wieso? Die Sonne scheint doch gar nicht“ beantwortet wurde. Denn die Sonne schien!! - Allerdings nur die ersten 5 bis 1 0 Kilometer. Alles in Allem war es, trotz des Wetters, eine super Woche. Immer wieder gerne!

Kevin