Hinweise für die Stegnutzung

von Vorstand

durch die Mitglieder der Vereine Marinekameradschaft/Marinejugend, Rudergemeinschaft Germania, Kanu-Vereinigung Kiel (KVK), Kieler Kanu-Klub (KKK) sowie Nutzende des Segel-Camps 24/7 während der Sommerzeit

Während des Sommers, insbesondere an Sonnentagen, erfreut sich die Nutzung der Stege an der Kiellinie durch Menschen, die keine Vereinsmitglieder oder Campnutzende sind und die sich dort aufhalten sowie dort teilweise auch baden, großer Beliebtheit.

Eine derartige Stegnutzung ist untersagt, was durch eine eindeutige Beschilderung an den Stegschranken erkennbar ist. Die Stege befinden sich im Eigentum der Landeshauptstadt Kiel. Die anliegenden Sportvereine und das Segelcamp 24/7 haben ein ausschließliches Nutzungsrecht für sportliche Aktivitäten. Damit verbunden ist ein Hausrecht, das Vereinsmitgliedern das Recht gibt, unberechtigt sich auf den Stegen befindliche Personen von den Stegen zu verweisen.

Die anliegenden Vereine erkennen an, dass die Möglichkeiten für Gäste, sich an der Kiellinie aufzuhalten und zur Erholung zu nutzen, begrenzt sind. Sie sehen keine Möglichkeit, den Aufenthalt und die Nutzung der Stege vollständig zu verhindern. In keinem Fall darf aber durch diesen Aufenthalt und diese Nutzung der Stege die sportliche Nutzung eingeschränkt werden. Für das An- oder das Ablegen am Steg wird bei größeren Booten (z. B. Ruder- oder Drachenboote) viel Platz benötigt. 

Leider sind sich oft viele Gäste nicht der Risiken bewusst, die mit einer Nutzung des Stegs verbunden ist:

  • Das Baden und Tauchen ist nicht nur unzulässig, sondern auch gefährlich, da Ruder- und Segelboote, Kanus und Drachenboote oder motorisierte Begleitfahrzeuge Schwimmer und Taucher nicht oder nur schwer erkennen können und da Fördedampfer in unmittelbarer Nähe an- und ablegen.
  • Beim An- und Abtransport von Booten kann es dazu kommen, dass sich nicht entfernende Personen beim notwendigen Bugsieren der Boote verletzt werden oder dass es zu Schäden (z.B. bei mitgebrachten Flaschen) kommt. Der Aufenthalt auf dem Steg während des Kanu-Polo-Trainings kann dazu führen, von Bällen getroffen und verletzt zu werden. 
  • Das während der Corona-Pandemie bestehende Ansteckungsrisiko ist besonders hoch, wenn sich viele Personen auf dem Steg befinden (Abstände können nicht eingehalten werden).

Die nutzungsberechtigten Vereine sind sich bewusst, dass es praktisch nicht möglich ist, den Aufenthalt nicht berechtigter Personen auf den Stegen umfassend auszuschließen, da die bestehende Beschrankung auch in geschlossenem Zustand überwunden werden kann. Eine umfangreichere Absperrung (z.B. durch hohe Absperrgitter) ist nicht realisierbar. Es ist das gemeinsame Anliegen der nutzungsberechtigten Vereine, den Vorrang der Stegnutzung für sportliche Zwecke durchzusetzen und unzumutbare Behinderungen durch vereinsfremde Personen zu vermeiden.

Deshalb werden folgende Hinweise und Empfehlungen für die sportliche Stegnutzung für Vereinsmitglieder und sonstige Berechtigte gegeben:

  • Die Schranke vor den Stegen ist dauernd geschlossen zu halten um zu gewährleisten, dass das Betretungsverbot der Stege zur Kenntnis genommen werden kann und um zum Ausdruck zu bringen, dass ein Betreten durch Nichtberechtigte nicht erwünscht ist.
  • Besteht Bedarf an einer sportlichen Stegnutzung, so werden behindernde nichtberechtigte Stegnutzende freundlich auf ihre fehlende Berechtigung hingewiesen und darum gebeten, den notwendigen Platz frei zu machen.
  • Befinden sich bei Beginn des Kanu-Polo-Trainings Personen auf dem Steg, so sollten diese auf die Risiken geworfener Bälle hingewiesen werden.
  • Weigern sich Personen, den benötigten Platz frei zu machen, so können diese darauf (immer noch freundlich) hingewiesen werden, dass sie dadurch einen Hausfriedensbruch begehen und im Fall des Badens ordnungswidrig handeln, was zu einem Bußgeld führen kann. 
  • Weigern sich die Personen weiterhin, den benötigten Platz frei zu machen, dann können diese aufgefordert werden ihre Personalien anzugeben, sie können fotografiert werden und die Polizei kann über die Nummer 110 informiert werden. Das 1. Polizeirevier (Düppelstraße 23 Tel. 160-1110) und ortsnah auch die Wasserschutzpolizei (Düsternbrooker Weg 82, Tel. 160-1610) sind über die Problematik der unberechtigten Stegnutzung informiert. Die Polizei (über Tel. 110) und auch der kommunale Ordnungsdienst (Tel. 901-2079 Mo.-Sa. 8 bis 22:30 Uhr, So. 8 bis 19:30 Uhr) können kurzfristig um Unterstützung oder Hilfe gebeten werden. 

Um einen Überblick über ernsthafte Probleme bei der Stegnutzung zu erhalten (etwa durch uneinsichtige nichtberechtigte Personen, Schäden, Verletzungen) und um evtl. weitergehende Maßnahmen zu koordinieren, können entsprechende Berichte weitergegeben werden an Thilo Weichert (Tel.: 9719742, vorstand@kieler-kanu-klub.de).

Der Vorstand

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